Der Countdown: 11 Monate vor der Hochzeit – Fotografen finden

Der schönste Tag auf Erden dauert nur so kurz und doch bleibt er das ganze Leben in Erinnerung. Wundervolle Bilder von der Hochzeit sind neben den Eheringen meist das einzige, was die Erinnerungen frisch erhält und das Brautpaar auch noch am 50. Hochzeitstag mit den Gefühlen von damals erfüllt und erfreut. Zwischen den Impressionen der Hochzeit und dem Bilderalbum der Erinnerungen steht eine wichtige Person, die die Hochzeit durch die Linse sieht: Der Fotograf.

fAst Ein Jahr vorher? Ist es nicht zu früh?

Die Antwort lautet: Nein! Vor allem, wenn man in der Hochsaison heiratet. Die meisten Hochzeiten finden zwischen dem 15. Mai und dem 15. September statt und in diesem Zeitraum gibt es ca. 20 Wochenenden. Da die meisten Hochzeiten an einem Freitag oder Samstag stattfinden und sehr lange dauern, nehmen sich die Fotografen häufig nur eine Veranstaltung pro Wochenende vor. Wenn noch ein Urlaub, eine private Veranstaltung oder eine Fortbildung in den Zeitraum fällt, bleiben dem Fotografen vielleicht nur 17 Tage, an den er produktiv eine Hochzeit begleiten kann. Diese stark begrenzte Anzahl an Terminen ist schnell vergriffen, daher ist es ratsam, so früh wie möglich einen Fotobegleiter für die Trauung zu finden.

Welche Aspekte sind zu beachten?

Um einen passenden Fotografen zu finden bedarf es einer umsichtigen Vorbereitung. Die Chemie muss stimmen, denn dieser Mensch begleitet den schönsten Tag eures Lebens, voller Gefühle, Emotionen und Highlights. Jemanden, den man persönlich unangenehm findet, wird störend sein.

Das Budget soll passen, eine fotografische Begleitung variiert stark im Kostenpunkt, abhängig von der Länge der Begleitung, Zusatzleistungen, Anzahl der Bilder, Anzahl der Shootings und auch der Wahl des Equipments. Im Durchschnitt geben Brautpaare zwischen 1500 und 2000,- Euro für Hochzeitsfotos aus.

Der Fotograf sollte wichtige Dinge über das Brautpaar wissen, ein Vorgespräch und eine klare Äußerung von Wünschen und Ideen hilft dabei, ein harmonisches Miteinander zu erreichen und das Hochzeitspaar im richtigen Moment abzulichten.

Tipp

Lasst euch die Reportagen des Fotografen zeigen, um einen Eindruck von seiner Arbeit und seinem Stil zu gewinnen. Jeder Fotograf hat eine individuelle Handschrift und diese sollte zum Paar passen.

Shootings: Was ist möglich?

Die Fotografen sind meist flexibel und erfahren, bringen viele eigene Ideen mit und kennen wohl jede erdenkliche Art der Hochzeitsfotografie. Macht euch Gedanken, was euch wichtig ist und wählt danach aus.

First-Sight-Shooting

Ein wunderschöner und sehr emotionaler und intimer Moment: Braut und Bräutigam sehen sich erstmals in der festlichen Bekleidung. Einige Paare entscheiden sich dafür, diesen Moment in aller Ruhe auszukosten und unter vier Augen und einer Linse zu lassen.

Standesamtliche, kirchliche oder freie Trauung

Das offizielle Ja-Wort im Standesamt wird gerne und häufig fotografisch begleitet, ebenso wie die Heirat in der Kirche oder eine freie Zeremonie. Erkundigt euch im Vorfeld, ob in eurer Kirche fotografiert werden darf, einige Kirchen untersagen jede Art von fotografischer Begleitung während der Trauung.

Tipp

Bittet eure Gäste, euch während der Trauung nicht mit Handys zu fotografieren. Blitzlicht stört die Atmosphäre und auf den professionellen Fotos sieht man letztendlich lieber gerührte Gesichter als Menschen, die konzentriert auf das kleine Display des Smartphones schauen.

Paar- oder Familienshooting

Viele Paare entscheiden sich für ein Shooting direkt nach der Trauung und vor dem Fest. Vorteile liegen auf der Hand: Man verbringt noch etwas Zeit zu zweit oder im engsten Kreise der Familie, bevor es anstrengend wird, und die Fotos sehen frisch und gefühlsvoll aus. Es können besondere Orte besucht werden, Accessoires genutzt und romantische Szenen gestellt werden. Zu den Nachteilen gehören der eventuell aufkommende Zeitdruck und wartende Gäste, sofern sie keinen klaren Plan für den Tagesablauf bekommen haben.

Dinner und Party

Hier entstehen die lebendigen, witzigen, emotionalen und spannenden Bilder, die man schmunzelnd mit Freunden schaut. Häufig wird der Fotograf hier bereits abbestellt, leider gehen dann Momente wie das Anschneiden der Torte, Spiele und Tänze verloren.

After-Wedding-Shooting

Einige Paare entscheiden sich aus Zeitgründen oder um den Druck rauszunehmen für ein Shooting am Folgetag oder auch zu einem späteren Zeitpunkt. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, man kann verschiedene Orte abfahren, viele Ideen umsetzen und muss sich keine Gedanken mehr über eventuelle Verschmutzungen am Kleid oder Anzug machen.

Legt am besten in einer Liste fest, welche Fotos für euch wichtig sind. Zählt namentlich Gäste auf, mit denen ihr unbedingt abgelichtet werden möchtet, denn die Enttäuschung über ein fehlendes Foto ist groß. Die Trauzeugen oder andere Vertrauenspersonen können diese Liste aufbewahren und zwischendurch mit dem Fotografen gemeinsam schauen, welche Fotos noch gemacht werden sollen.

Tipp

Viele tolle Bilder entstehen während der Party auch in der Fotobox, mit Einwegkameras oder auf privaten Geräten. Nutzt die Möglichkeit, möglichst viele Impressionen von eurer Hochzeit zu bekommen. Diese können nachträglich in eine Galerie von einzelnen Gästen hochgeladen werden.

Fragen an den Fotografen

  • Klare Kosten für die gewünschte Leistung: Wie viel Geld müsst ihr einplanen?
  • Ist die Leistung im Falle eines Bruchs oder Verlustes versichert?
  • Was passiert bei Krankheit?
  • Hat der Fotograf eine Ersatzkamera?
  • Wie viele Abzüge, digitale Dateien, Fotobücher etc. bekommt ihr nach der Hochzeit?
  • Wann bekommt ihr die Fotos?
Tipp

Weiht den Fotografen in eure Pläne ein. Habt ihr z. B. eine Pferdekutsche, ein Feuerwerk oder andere besondere Highlights, braucht er vielleicht eine andere Ausrüstung.

Viele Brautpaare möchten gerne alle Bilder haben, auch unbearbeitet. Das widerspricht meist dem Kodex der Fotografen, sie geben meist keine Rohdateien aus, da diese noch keine vollendeten Bilder darstellen. Vertraut eurem Fotografen, äußert eure Wünsche, bringt eine persönliche Note rein um die schönsten Fotos fürs Leben zu bekommen.

Reicht es nicht aus, einen freundlichen Hobbyfotografen zu fragen?

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, wie wichtig ihm die Fotos sind. Bei einem Hobbyfotografen passieren schneller Fehler, es fehlt einfach die Ausbildung und die Erfahrung, sie sind auf der Feier nicht so konzentriert, wie ein Profi. Vor allem Gäste, die nebenbei noch Fotografieren, verpassen häufig die wichtigen Momente, haben kein ausreichendes Equipment und letztendlich steht dem Brautpaar eine große Enttäuschung bevor. Die Hochzeit ist eins der wenigen Events, die nicht mehr zu wiederholen sind und es keine Chance auf neue Fotos gibt. Mit einem professionellen Hochzeitsfotografen ist man auf der sicheren Seite und kann sich noch viele Jahre an der Schönheit der Bilder erfreuen.

Wenn ihr noch etwas Hilfe bei der Entscheidung benötigt, schaut einmal bei der Trautante vorbei. Sie hat mit vielen Beispielen die Fotos eines Hobbyfotografen mit denen eines Profis verglichen.

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