Eheringe

Der Countdown: 5 Monate vor der Hochzeit – Die Eheringe

Egal wie aufwändig, teuer, pompös und ausladend die Hochzeit war, letztendlich bleiben nur wenige Dinge übrig: Die wunderschönen Erinnerungen, Foto- und Videomaterial sowie die Eheringe. Das kleine Schmuckstück, welches uns begleitet, ist die einzige physische Komponente der Eheschließung, das Zeichen der Treue, der Liebe und der Verbundenheit. Der Ring ist ein Symbol für die Unendlichkeit, eine nie endende Liebesbeziehung und die tiefe Verbindung zwischen zwei Menschen.

Tradition Ehering

Ursprünglich war der Ring ein Symbol für die Verlobung, also das Zeichen, dass die junge Dame bereits versprochen ist. Als das Symbol der Ehe wurde der Ring im Christentum im fünften Jahrhundert übernommen, die Ursprünge des Schmuckstückes stammen aus dem römischen Reich. Noch bis vor kurzem war es üblich, dass der Verlobungsring auch der Ehering wird, nur die Hand wechselt, mittlerweile nutzt man gewöhnlich zwei unterschiedliche Eheringe.

Welche Hand man zum Tragen des Eherings bestimmt, ist dem Brautpaar selbst überlassen. In Deutschland war es lange üblich, den Ehering am rechten Ringfinger zu tragen, mittlerweile entscheiden sich viele Paare aber auch für die linke Hand.

Den Ring aussuchen

Es ist empfehlenswert, die Eheringe nicht zu früh zu kaufen. Häufig möchten Menschen noch vor der Hochzeit etwas Gewicht verlieren und die Ringgröße kann sich bedeutend verändern, selbst wenn man „nur“ 10kg abnimmt. Daher ist es gut, den Ring erst relativ kurz vor der Hochzeit zu holen, also ca. 5 Monate vorher.

Sich über die Ringe informieren, ausprobieren und vergleichen kann man bei einem Beratungsgespräch, welches so gut wie jeder Juwelier anbietet. Einige Brautpaare werden auch auf Hochzeitsmessen fündig. Es ist sinnvoll, sich Zeit zu nehmen und mit viel Ruhe an die Suche rangehen. Es ist nicht einmal notwendig, mit klaren Vorstellungen zum Termin zu gehen: Ein erfahrener Berater schlägt zahlreiche Varianten vor und hilft dem Paar, ein passendes Schmuckstück auszuwählen.

Die Eheringe können sich sehr ähneln oder gänzlich unterschiedlich sein, wichtig ist es nur, dass sie dem Paar gefallen. Häufig hat der Ring der Braut Steinchen und ist schmaler und zierlicher, es ist aber auch möglich, identische Eheringe auszuwählen. Das Material sollte sich bequem und „richtig“ anfühlen. Eheringe gibt es aus verschiedensten Rohstoffen:

  • Edelstahl
  • Silber
  • Gold
  • Palladium
  • Platin
  • Holz
  • Kupfer

Jedes Material hat Vor- und Nachteile. Platin ist beispielweise sehr robust, widerstandsfähig, lässt sich leicht ausbessern, sollte man einen Kratzer drin haben. Gold dagegen ist ein relativ weiches Metall, lässt sich aber auch gut bearbeiten. Holzringe haben einen symbolischen Wert, da sie, genau wie die Ehe, ein ganzes Leben lang gepflegt werden müssen.

Bei Goldringen sind verschiedene Farben möglich, wobei man beachten muss, dass Weißgold nach einer Zeit vergilben kann. Wer also einen weißen Ring haben möchte, sollte sich für Palladium oder Platin entscheiden. Edelstahl und Silber sind günstigere Varianten.

Die Oberfläche der Ringe kann sehr unterschiedlich sein, klassischerweise sind Ringe glänzend oder matt gearbeitet. Auch hier kann es nach einiger Zeit zu Veränderungen kommen, matte Ringe können durch Reibung nach einiger Zeit eher glänzend werden, können bei einem Juwelier aber mattiert werden. Besonders modern ist aktuell die Variante Eismatt. Diese Oberfläche kann auf so gut wie jedem Metall umgesetzt werden.

Besonderheiten am Ring

Wer keinen einfarbigen Ring haben möchte, kann mehrere Farben kombinieren lassen, z. B. Weiß und Gold oder Gold und Roségold. Es können auch drei Farben kombiniert werden. Größere Juwelierläden bieten eine große Auswahl an Ringen, welche individuell nach Wünschen des Brautpaares gefertigt werden.

Tipp

In alle Ringe können Muster oder Steinchen gearbeitet werden.

Was kosten Eheringe?

Die Preise für die Eheringe können je nach Material sehr unterschiedlich ausfallen. Goldene Ringe kosten je nach Aufwand ca. 1000,- €, wobei eingesetzte Steine zusätzlich kosten. Palladiumringe sind dagegen weniger teuer und bereits ab 300,- € für das Ringpaar erhältlich. Ringe können auch im Internet bestellt werden, dort sind sie häufig etwas günstiger, in dem Fall ist es aber wichtig, die exakte Ringgröße zu kennen. Es ist aber empfehlenswert, Ringe vor dem Kauf anzuprobieren und sich zu vergewissern, dass sich das Material und die Form gut und bequem anfühlen.

Zu Beginn der Suche ein realistisches Budget festlegen. Hier gibt es Tipps für die Budgetplanung der Hochzeit

Die Gravur

Üblicherweise kann man die Eheringe bei jedem Juwelier gravieren lassen. Meistens wird die Innenfläche der Ringe dafür verwendet und es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Mit einer Lasergravur können sogar sehr präzise und kleine Muster gearbeitet werden. Je nach Aufwand kann die Gravur 100,- € bis 200,- € kosten, wobei auch viele Juweliere diese Dienstleistung beim Kauf der Eheringe schenken.

Ideen für die Gravur

  • Hochzeitsdatum
  • Name des Partners
  • Gemeinsames Zitat (identisch oder auf beide Ringe aufgeteilt)
  • Ein Versprechen
  • Zeichen wie Herzen, Unendlichkeitszeichen, Anker
  • Fingerabdruck des Partners

Mal was anderes

Ebenso besteht die Möglichkeit, dem Ehering eine ganz persönliche Note zu verleihen und das Schmuckstück in einem Erlebniskurs selbst zu schmieden. Die Ringe sehen im Nachhinein absolut professionell aus, da die Veranstalter die Schmuckstücke nachbearbeiten und ausbessern. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, einen Ring selbst zu schmieden und verbindet das Paar zusätzlich durch die romantische Aktivität. Hier ist es wichtig, einen hochwertigen Anbieter auszuwählen.

Menschen, die keine Ringe tragen können oder möchten, können auch unkonventionell sein und sich für etwas anderes entscheiden. Manche Paare tragen keinen Ring, sondern eine Halskette. Besonders mutige Pärchen lassen sich Partnertattoos stechen.

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Bildquellen

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