Der Countdown: 2 Monate vor der Hochzeit – Dekoration

Obwohl die Blumen den größten Teil der üblichen Hochzeitsdeko bilden, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die festlichen Räumlichkeiten zusätzlich zu schmücken. Und gut durchdachte Hochzeitsdeko hat die Fähigkeit, den Raum zu „verbinden“, also dem Anlass anzupassen, einen roten Faden reinzubringen und die optische Seite der Feier abzurunden.

Gut gewählte Deko sorgt für eine gute Stimmung und Wohlbefinden: kahle Räume wirken oft leer und trostlos und übertragen diese Stimmung auf die Hochzeitsgesellschaft, während eine überladene, laute und zu bunte Dekoration den Charme und die Romantik des Anlasses zunichtemachen könnte. Das wichtigste ist aber: Die Raumgestaltung muss dem Brautpaar gefallen, Vorfreude auslösen und schön im Objektiv der Fotografenkamera aussehen.

Was kann geschmückt werden?

Grundsätzlich kann man alles schmücken, was eine Oberfläche hat. Dies bedeutet aber nicht, dass man es zwangsläufig tun muss. Üblich und beliebt sind Dekorationen am Tisch, den Stühlen, dem Tresen, der Candybar und dem Geschenketisch. Ebenso können Wände, Fenster und die Decke geschmückt werden. Kleinigkeiten im einheitlichen Stil bringen eine schöne Einheit in den Raum. Schmückt man z. B. nur die Tische in der Mottofarbe, ohne die Farben und den Stil der Gardinen, der Teppiche und der Wände zu beachten, sieht es schnell unnatürlich und künstlich aus. Die Dekoration muss sich in den Raum integrieren, ihn umspielen und ergänzen.

Entscheidet euch für ein Farbmotto, welches zu den Räumlichkeiten passt.

Tischdekorationen: Der Hauptbestandteil der Räumlichkeiten

Die meiste Zeit verbringen die Gäste an ihren Tischen, z. B. wenn sie Kuchen essen, sich unterhalten, später das Buffet oder das Menü schlemmen, Hochzeitsreden hören oder lustigen Spielen zusehen. Es ist der Platz, an dem sich die Hochzeitsgesellschaft eine ruhige Minute gönnt, jemand Neues kennenlernt oder über die alten Zeiten reden und somit ist die Oberfläche des Tisches ständig im Fokus. Blumendekorationen sind der Klassiker, an dem sich der komplette Rahmen orientieren kann. Zu den Tischdekorationen gehören neben den Blumen auch das Gedeck, also Geschirr und Besteck, Tischkärtchen, Gastgeschenke, Tischnummern, Servietten, Kerzen und Kerzenhalter sowie diverse Kleinigkeiten, wie z. B. Streudekorationen oder Figuren. Wichtig ist es, die Tische nicht zu überladen: Es muss genügend Platz sein, um ohne Schwierigkeiten die Teller abzustellen, ggf. auch einen zweiten Teller, Tassen und Gläser. Zu viel Deko auf dem Tisch sieht schnell zugemüllt aus, ist ungemütlich und beunruhigend für das Auge. Eine schöne Komposition aus Dekorationen, Blumen, Kerzen und Gedeck kann nur wirken, wenn sie einen ruhigen Untergrund hat, daher ist es nicht zu empfehlen, gemusterte Tischdecken einzusetzen. Bunte oder gemusterte Tischdecken kommen nur bei einer sehr schlichten und einfachen Tischgestaltung zur Geltung.

Um den Raum noch mehr zu einer Einheit zu machen, kann man die gleichen Elemente überall im Raum verteilen, z. B. kleine Blumensträußchen am Geschenketisch, am Tresen oder im Bad.

Tipp

Entscheidet euch für ein Farbschema und lasst es überall immer wieder aufkommen: Bei den Blumen, Dekorationen, Tischkarten, Einladungen, Accessoires oder in der Torte. Auch die Candybar oder die Foto-Ecke kann in den Mottofarben gestaltet werden.

Stühle: Ein wichtiges Element der Raumgestaltung sind die Sitzgelegenheiten. Häufig machen sich die Brautpaare extrem viele Gedanken über die Tischdekorationen, lassen aber die Stühle relativ unbeachtet. Die erste und einfachste Empfehlung lautet: Hussen nutzen. Stühle mit Hussen sehen sofort edler und festlicher aus, passen besser zu der weißen Tischdecke und können zusätzlich geschmückt werden, z. B. mit einer schicken Schleife am der Rückenlehne. Die Schleife wird farblich passend zum Konzept gewählt. Wer etwas mehr finanzielle Mittel investieren möchte, kann eine Blume oder ein kleines Blumensträußchen auf die Rückseite jeder Stuhllehne hängen. Es sieht sehr geschmackvoll und edel aus. Schleifen können gleich aussehen oder zwei unterschiedliche Farben haben und sich abwechseln. Mehr als zwei Farben sollte man sich nehmen, da es schnell unruhig aussieht. Gut geeignet ist leichter, durchsichtiger Stoff, schwere Schleifen überladen schnell die Sitzgelegenheit.

Tipp

Wenn im Raum runde Tische stehen, funktionieren zwei verschiedene Farben der Schleifen auf den Stühlen nur bei einer geraden Zahl der Menschen an einem Tisch. Bei einer ungeraden Zahl würden zwangsläufig zwei gleichfarbige Schleifen nebeneinanderstehen, was das Bild zerstört.

Große Elemente der Raumgestaltung

Einzelne Teile in der Dekoration bringen den Raum ganz anders zur Geltung. Zum Beispiel kann man mit Luftballons, Pompoms oder Laternen arbeiten. Diese können in 2-3 Farben gewählt und im Raum verteilt werden, also an den Fenstern, Wänden und von der Decke herabhängend. Die runden Schmuckstücke runden den Raum ab und passen gut zu der Tischdeko, so kann man beispielweise den Raum in den Lieblingsfarben gestalten, auch wenn die ursprüngliche Farbe der Wände nicht in das Konzept passte. Pompoms oder Laternen lenken etwas ab, integrieren sich in das Farbkonzept und sich eine günstige Variante zur Raumgestaltung. Eine weitere Möglichkeit, die Wände in das Farbschema zu integrieren, ist das Abhängen dieser mit speziellen Deko-Schals oder großen Stoffen, was eine deutlich kostspieligere Variante ist. Laternen und Luftballons sind nicht besonders zeitintensiv in der Gestaltung, während das auffalten der Pompoms deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Wer also viele davon als Raumdeko benutzen möchte, sollte auf jeden Fall viel Zeit oder viele helfende Hände einplanen.

Dekorationsteile zum Hinstellen kommen ebenso sehr gut an, z. B. eine Staffelei am Eingang. Es sind Elemente, die den Raum individuell und persönlich machen. Beispielweise kann man große geflochtene Herzen aus Weide nehmen und diese schmücken. Auch kleine zarte Bäumchen können in einem Topf toll aussehen und gleichzeitig eine Fläche bieten, um Fotos aufzuhängen.

Außenbereich: Nicht zu vergessen

Viele Brautpaare investieren viel Zeit und Mühe in die Raumgestaltung, vergessen dabei aber den wichtigen und schönen Bereich außerhalb der Räume. Dabei verbringen vor allem an warmen Tagen viele Gäste die Zeit draußen, ob zum Rauchen, frische Luft schnappen, einen kleinen Spaziergang machen oder sich einfach kurz erholen und unterhalten. Draußen kann die Dekoration etwas schlichter ausfallen und vor allem regen- und wetterfest. Kleine Vasen mit Blumen an den Tischen, Schleifen in den Stühlen, liebevoll gestaltete Windlichter, Wegweiser und vor allem leuchtende Girlanden in den Bäumen und Sträuchern peppen den Außenbereich auf und bieten eine wunderschöne und romantische Atmosphäre für die Gäste und das Brautpaar. Allerdings sollte der Draußenbereich nicht zu einladend für die Gäste sein, es wäre zu schade, wenn die Hochzeitsgesellschaft den größten Teil der Veranstaltung draußen verbringt und dabei das Programm, die Tanzfläche und das schöne Beisammensein ungeachtet lässt.

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