Der Countdown: 4 Monate vor der Hochzeit – Floristik

Blumen, als Symbol der Liebe, des Lebens und der Schönheit, sind ein wichtiger Bestandteil jeder Hochzeit. Klassische Hochzeitsdekoration besteht zum großen Teil aus floristischen Meisterwerken, sie verleihen dem Erscheinungsbild etwas Sanftes, Edles und Lebendiges, verschönern die Atmosphäre und sind kaum wegzudenken.

Was bestellt man beim Floristen?

Komplette Blumendekoration selbst zu gestalten ist eine komplexe Aufgabe, daher bevorzugen die Menschen es, einen Floristen aufzusuchen. Die meisten Blumenläden bieten an, alle für die Hochzeit notwendigen Sträuße, Anstecker und Gestecke anzufertigen. Meistens werden folgende Produkte erworben:

  • Tischdekoration
  • Brautstrauß
  • Wurfstrauß
  • Anstecker
  • Autoschmuck
  • Schmuck für die Stühle
  • Blumen für die Frisur
  • Kirchenschmuck
  • Blüten zum Streuen

Leitfaden

Meistens wird es von Brautpaaren bevorzugt, eine sehr einheitliche Blumendekoration zu  wählen. Alles, was aus Blumen besteht, wird im komplett selben Stil gemacht. Sprich, es werden dieselben Blumen und gleiche Farben verwendet. Dies verleitet der ganzen Veranstaltung ein einheitliches Gefühl und fügt alle Puzzleteile zusammen. Beliebt war in der letzten Saison die Farbkombination rosa-weiß-grün, die sich perfekt in eine Vintage-Dekoration einbinden ließ. Kleine weiße und rosa Röschen, Schleierkraut, Sukkulenten sind nur wenige Beispiele der vielen Möglichkeiten. Weitere beliebte Hochzeitsblumen sind neben klassischen Rosen auch Orchideen, Callas, Lilien, Pfingstrosen und Gerbera. Auch Hortensien und Chrysanthemen finden in der Blumendekoration Verwendung. Seit der royalen Hochzeit von Kate  und William sind auch Brautsträußchen aus Maiglöckchen sehr angesagt. Wer bunte, auf den ersten Blick etwas chaotische, außergewöhnliche Blumensträuße mag, kann den Leitfaden durch Schleifen um die Blumen schaffen.

Brautstrauß und Anstecker

Mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten, den wunderschönen Brautstrauß zu gestalten. Ob schlicht oder ausfallend, alle Farbkonzepte können umgesetzt werden. Man sollte darauf achten, den Brautstrauß nicht zu schwer zu machen, teilweise trägt ihn die Braut über mehrere Stunden. Damit der Strauß keine Last wird sollte er nicht zu schwer sein und vor allem einen angenehmen Umfang im Handbereich haben. Zu voluminöse Sträuße können auf Dauer unangenehmes Gefühl, Schmerzen und Krämpfe auslösen und die Laune trüben. Keine Braut sollte genervt von ihrem eigenen Blumenschmuckstück sein. Der Anstecker für den Bräutigam sollte ebenfalls nicht zu groß sein, so hält er länger und sieht ordentlicher aus.

Tipp

Bei der Hochzeit wird der Bräutigam viel umarmt, daher sollte der Anstecker so angebracht sein, dass er nicht binnen weniger Stunden vollständig zerquetscht wird.

Besprechung beim Floristen

Hat man einen Termin vereinbart, gibt es wenige Dinge, die man beachten sollte. Das Brautpaar braucht sich nicht zu scheuen, Fragen zu stellen. Nicht alle Floristen haben alle Möglichkeiten, bringen aber meist selbst großartige Ideen ein. Folgende Fragen kann man zum Termin mitbringen:

  • Sind meine Wunschblumen zu der Jahreszeit erhältlich?

Das betrifft saisonale Blumen wie z. B. Maiglöckchen, Pfingstrosen oder Tulpen. Grundsätzlich bekommt man fast alle Blumen zu jeder Jahreszeit, die Preise können aber unglaubliche Höhen erreichen. Wenn man also Callas im August oder September wünscht, wird man ein höheres Budget für die Blumen einplanen müssen.

  • Wann können die Blumen abgeholt werden?

Wenn die Blumen bereits am Vortag abgeholt werden können oder müssen, sollte man sich um die Kühlung Gedanken machen. Damit die Blumen frisch bleiben, sollte man sie nicht über einen längeren Zeitraum bei Zimmertemperatur lagern, vor allem nicht im Sommer.

  • Was werden die Blumen kosten?

Hat man ein festes Budget, sollte man es zu Beginn des Termins sagen. Dann kann die Planung gleich im richtigen finanziellen Rahmen stattfinden.

Tipp

Am besten sollte man Inspirationen im Internet einholen und gleich zum Termin Bilder mitbringen. So kann der Florist sehen, welcher Stil in Frage kommt, es erleichtert die Suche und verringert die Besprechungszeit.

  • Welche Blumen passen zum Farbkonzept?

Hat man keine feste Vorstellung, welche Blumen es werden können, wird der Fachmann helfen können. Die meisten Floristen kennen alle erdenklichen Farbkonzepte und können das Brautpaar gut beraten.

Ebenso kann man dem Floristen mitteilen, wie das gesamte Konzept der Dekoration aussieht und passend zu anderen Elementen, Kerzenständern und der Tischform planen.

Den Ablauf am Tag der Hochzeit planen

Um Stress zu vermeiden sollte man im Vorfeld klären, wer für welche Tätigkeiten zuständig ist. Die Braut wird in den meisten Fällen keine Zeit haben, die Schmuckstücke selbst abzuholen. Ganz klassisch übernimmt diese Aufgabe der Bräutigam, da er meist am Vormittag deutlich weniger zu tun hat, als die Braut. Alternativ können die Blumen von den Trauzeugen oder Angehörigen abgeholt werden. Auch die Dekorationszeit und Zuständigkeit sollte man planen: Übernimmt die Location das Verteilen der Blumendeko, ist dafür ein Dekorateur zuständig oder muss es durch das Brautpaar oder Helferlein erledigt werden? Werden die Vasen gestellt oder muss man eigene Vasen besorgen? Was passiert mit den Blumen nach der Hochzeit?

Hat man keine weitere Verwendung für die Blumen, kann man diese an Gäste verschenken. Viele Ladys freuen sich, wenn sie sich fürs Zuhause einen schönen Strauß mitnehmen können.

Brautstrauß mal anders: Diese Alternativen gibt es

Viele Bräute möchten nach der Hochzeit den Brautstrauß behalten und entscheiden sich dafür, den Brauch mit dem Straußwurf auszulassen. Möchte man dennoch die Tradition erleben, kann man einen kleineren Wurfstrauß anfertigen lassen und diesen dann den unverheirateten Damen zuwerfen. Der eigentliche Blumenstrauß kann dann getrocknet und für die Ewigkeit aufbewahrt werden. In der vergangenen Saison hat sich eine kleine niedliche Alternative entwickelt, als einen Wurfstrauß keine Blumen, sondern ein Plüschtier zu verwenden. Dafür haben Bräute einen Spielzeugstrauß mit einem Schleier versehen und ihn dann geworfen: So konnte der Plüschvogel als ein kleiner Wortwitz die Hochzeit auflockern.

Es gibt auch andere Möglichkeiten, den Brautstrauß zu behalten, ohne das Risiko, dass dieser schimmelt, seine Form verliert oder beschädigt wird. Es können alternative Sträuße bestellt werden, die z. B. aus Stoff bestehen oder aus Holz in feinster Handarbeit gefertigt werden. Die Holzsträußchen sind mittlerweile so hochwertig und detailtreu, dass man auf den Fotos und selbst aus nächster Nähe den die Nachbildung nicht als solche erkennt.

Möchte man bei dem Brautstrauß aus echten Blumen bleiben, sollte man ihn richtig trocknen. Dafür sollte er möglichst schnell nach der Hochzeit aus der Vase genommen werden und keinen Kontakt zur Feuchtigkeit mehr haben, um die Gefahr des Schimmels zu reduzieren. Die Stiele sollten gut abgetrocknet werden. Am besten wird der Brautstrauß an einem dunklen Ort kopfüber aufgehängt, die Luftfeuchtigkeit sollte so gering wie möglich sein. Manche empfehlen auch, die Blumen mit einem Klarlack oder Haarspray zu besprühen, um die Form und Farbe der Blumen möglichst zu konservieren.

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